Kurs Expeditionsmedizin für Alpinärzte

Termin

7. bis 14. April 2018

Ort

Wallis, Schweiz

Leitung

Dr. Ulrich Steiner, Garmisch-Partenkirchen

Kosten

1.500,-- €     (Frühbucherrabatt bis zum 30.11.2017 = 1.400,-- €)

Fortbildungsprogramm

Um als verantwortlicher Arzt ein Trekking oder eine Expedition kompetent betreuen zu können, muss Frau/Mann heute eine ganze Reihe von Qualifikationen mitbringen. Neben profunden Kenntnissen in Allgemein-, Notfall- und Reisemedizin gilt dabei das Wissen um höhenbedingte Erkrankungen und deren Therapie als selbstverständlich. Aber was bringt der kompetenteste Mediziner, wenn er den Patienten nicht aus eigener Kraft erreichen kann? Gerade deshalb wird in diesem Kurs neben der medizinischen Ausbildung ein ganz besonderer Schwerpunkt auf die alpinistische Ausbildung der angehenden Expeditionsärzte gelegt.

Themenbereiche Theorie

  • Akklimatisationstaktik und Training
  • Höhenphysiologie, Höhenkrankheit, Höhenlungenödem, Höhenhirnödem
  • Therapie der Höhenkrankheiten
  • Kälteschäden - Unterkühlung und Erfrierungen
  • Chronische Krankheiten (u.a. Diabetes, Asthma) und Höhenbergsteigen
  • Reise- und Tropenmedizin
  • Krankheiten und medizinische Notfälle mit Fallbeispielen von 10 Expeditionen
  • Anforderungsprofil an den Expeditionsarzt
  • die Expeditionsapotheke (Basislager, Hochlager, Rucksack)
  • Faktor Mensch auf Expedition – psychologische Aspekte
  • Entwicklungen, Stile und Ethik beim Expeditionsbergsteigen
  • Alpinistisches Anforderungsprofil an den Expeditionsteilnehmer
  • Organisations- und Kommunikationsstrategien
  • Juristische und finanzielle Aspekte für Expeditionsärzte

Themenbereiche Höhen- und bergrettungsmedizinische Praxis

  • Fixseilbegehung im Auf- und Abstieg zur medizinischen Bergung von Verletzten
  • Behelfsmäßige Erstversorgung und medizinische Probleme beim Abtransport mit Biwaksackverschnürung
  • Biwakhöhlenbau (medizinischer Umgang mit Unterkühlung, Erfrierung, Isolation)
  • Anwendung von Certec-Bag und Wenoll-System (höhenmedizinische Notfallgeräte)
  • Wiederholung: Umgang mit dem LVS-Gerät zur raschen Bergung von Lawinenopfern
  • Medizinische Aspekte der Spaltenbergung

Voraussetzungen

  • Gute alpinistische Grundausbildung
  • Skihochtourenerfahrung und skifahrerisches Können in „schwierigem“ Schnee mit schwerem Rucksack. Kondition für Touren über 6 - 8 Stunden!
  • Vorausgesetzt werden insbesondere Kenntnisse im Umgang mit dem LVS-Gerät, Anseilen am Gletscher und einfache Spaltenbergungsverfahren (lose Rolle)
  • Aufgrund der besonderen Anforderungen in den Westalpen wird zur Auswahl der Teilnehmer ein Tourenbericht der letzten zwei Jahre benötigt.
  • Dipl. of Mountain Medicine oder Absolvierung aller 3 Alpinärztekurse
  • Mitgliedschaft in der BExMed oder ÖGAMH

CME Fortbildung

Der Kurs wurde 2017 von der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin SGIM mit 60 Credits für Kernfortbildung in Allgemeiner Innerer Medizin für das Fortbildungs-Zertifikat anerkannt. Einen Antrag für 2018 werden wir stellen.

Der Kurs wird von der UIAA International Climbing and Mountaineering Federation, der ICAR International Commission for Alpine Rescue und der ISMM International Society of Mountain Medicine für die Ausbildung Wilderness und Expedition Medicine anerkannt.

Anmeldung und Kontakt

BExMed Deutsche Gesellschaft für Berg- und Expeditionsmedizin
Tassilostr. 2 | D-85540 Haar

Email: info@bexmed.de

 

Anmeldeformular ausdrucken

Programm ausdrucken

 

Der Kurs kann mit der Prüfung zum Diploma in Wilderness and Expedition Medicine abgeschlossen werden. Aktuelle Prüfungstermine

Erfahrungsberichte anderer Kursteilnehmer